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State of Mind

Vorschau

von  Axel Kothe
31.07.2018
State of Mind

Martin Ganteföhr und Daedalic, für viele Adventure-Fans war dies eine Traumkombination, die vor ein paar Jahren Wirklichkeit wurde. Seither arbeitete Ganteföhr an seinem Zukunftsthriller State of Mind, welcher nun endlich am 15. August erscheinen soll – für PC, Xbox One, Playstation 4 und als erstes Daedalic-Spiel auch für Nintendo Switch.

Richard und Adam
State of Mind versetzt uns nach Berlin im Jahre 2048. Wir übernehmen die Rolle von Richard Nolan, der nach einen Autounfall wieder zurück nach Hause kommt. Aber wo ist seine Familie? Warum hat ihm seine Frau einen Bot geschenkt, obwohl er eine tiefe Abneigung gegenüber diesen Dingen hat? Wie kam es zu dem Unfall? Noch bevor wir diese Fragen beantworten oder überhaupt erst richtig einordnen können, kommt es zum Szenenwechsel: Nun erwachen wir als Adam Newman in einer sehr viel moderneren, aber ansonsten genau gleich aufgebauten Wohnung. Nur dass Adam in City 5 wohnt – wo immer das ist. Auch Adam hat einen Sohn, auch hier gab es einen Unfall, nur dass bei Adam die Welt und das Familienleben noch in Ordnung sind. Im weiteren Spielverlauf wechselt die Perspektive immer wieder zwischen den beiden Protagonisten hin und her. Was es damit auf sich hat, gibt die Previewversion des Spiel noch nicht preis.

Adventure Light
Wer Martin Ganteföhr kennt, weiß, dass er großen Fokus auf die Geschichte seiner Spiele legt, nicht so sehr auf die spielerischen Aspekte. Das passt natürlich zur sonstigen Neuausrichtung des Hamburger Publishers, der seit einigen Jahren eine Abkehr vom ganz klassischen Adventure begonnen hat – und hier macht State of Mind keine Ausnahme. Statt mit einem Point-and-Click-Interface werden die Protagonisten per Gamepad oder Maus und Tastatur durch die Szenarien gesteuert, die Kamera folgt dem Spieler dabei in einer Über-die-Schulter-Perspektive. Per Tastendruck interagiert man mit den diversen Hotspots (Untersuchen, Benutzen, Reden), die von weitem erkennbar in die Spielwelt eingeblendet werden. In den ersten zwei Stunden beschränkt sich das Gameplay auf das Erkunden der Umgebung und das Einsammeln von vereinzelten Gegenständen.

Ungewöhnliche Optik

Optisch geht Daedalic mit State of Mind einen sehr eigenen Weg. Statt dem Comiclook vergangener Spiele oder aufwändiger, realistischer Texturierung wählte man einen ungewöhnlichen Low-Poly-Look, in dem alle Objekte mit nur relativ wenigen, nahezu untexturierten Polygonen dargestellt werden. Das mag für manche Spieler sehr gewöhnungsbedürftig sein, irgendwie passt der Look aber zum futuristischen Setting mit virtuellen Welten, Hologrammen, Bots und künstlicher Intelligenz.

Galerie
Der Anfang von State of Mind verspricht interessante Spielstunden mit spannenden Themen.
Sieht gut aus